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Google Ads schalten: Schritt-für-Schritt-Anleitung für Unternehmen

Ein Google-Ads-Konto ist in wenigen Minuten eingerichtet, eine profitable Kampagne braucht dagegen Vorbereitung. So schalten wir Werbung bei Google, von der Einrichtung bis zur laufenden Optimierung.

Team The Brand Move · 6 Min. Lesezeit
Google Ads schalten: hervorgehobene Suchanzeige und steigende Kampagnenleistung

Wer Google Ads schalten möchte, kauft sich einen Platz genau in dem Moment, in dem jemand nach dem eigenen Angebot sucht. Diese Suchabsicht unterscheidet Werbung bei Google von den meisten anderen Formen der Online-Werbung: Die Suchanfrage verrät, was der Kunde braucht, und Ihre Anzeige liefert die Antwort.

Ein Konto ist schnell angelegt. Eine profitable Kampagne erfordert dagegen Vorbereitung. In dieser Anleitung zeigen wir, wie wir Google Ads für Unternehmen aufsetzen: von den ersten Kontoeinstellungen bis zu den Berichten, die wir jede Woche prüfen.

Wie funktioniert Werbung bei Google?

Bei jeder Suche findet eine Auktion statt. Google ordnet die Werbetreibenden, die auf passende Keywords bieten, in Echtzeit. Das Gebot ist dabei nur ein Faktor. Google bewertet außerdem, wie relevant die Anzeige für die Suchanfrage ist, wie wahrscheinlich ein Klick ist und wie gut die Landingpage die Erwartung erfüllt. Diese Signale fasst Google im Qualitätsfaktor zusammen.

Deshalb gewinnt nicht automatisch das höchste Gebot. Eine genau passende Anzeige mit einer schnellen, klaren Landingpage erreicht auch mit einem niedrigeren Gebot die oberen Positionen.

Bevor Sie Google Ads schalten: die Vorbereitung

  • Ziel festlegen: Verkäufe, Leads, Anrufe oder Ladenbesuche. Kampagnentyp und Gebotsstrategie richten sich nach diesem Ziel.

  • Messung einrichten: Stellen Sie mit Google Analytics 4 und dem Google Tag Manager sicher, dass jede Conversion genau einmal erfasst wird. Ohne verlässliche Daten lässt sich nichts optimieren.

  • Einwilligung berücksichtigen: Für Nutzer in der EU ist für personalisierte Werbung eine Einwilligung nach DSGVO nötig. Der Consent Mode übermittelt diese Entscheidung an Google.

  • Landingpage prüfen: Das Versprechen der Anzeige muss sofort sichtbar sein, und die Seite sollte auf dem Smartphone schnell laden.

1. Google-Ads-Konto anlegen

Registrieren Sie sich mit Ihrer geschäftlichen E-Mail-Adresse bei Google Ads. Bei der Einrichtung führt Google Sie oft in eine vereinfachte Smart-Kampagne. Wir empfehlen, in den Expertenmodus zu wechseln, damit Sie Ausrichtung und Gebote selbst steuern. Beachten Sie außerdem, dass Währung und Zeitzone des Kontos später nicht mehr geändert werden können. Alle Kontoeinstellungen erklärt die Google Ads-Hilfe ausführlich.

2. Conversion-Tracking einrichten

Legen Sie anschließend fest, welche Aktionen für Ihr Unternehmen zählen: Käufe, Formularanfragen oder Anrufe. Sie können Schlüsselereignisse aus GA4 importieren oder Conversions direkt mit dem Google-Tag erstellen. Erweiterte Conversions verbessern zudem die Messung, wenn Cookies eingeschränkt sind.

3. Den passenden Kampagnentyp wählen

Jeder Kampagnentyp verfolgt ein anderes Ziel:

KampagnentypWo die Anzeigen erscheinenGeeignet für
SucheGoogle-SuchergebnisseMenschen, die aktiv nach Ihrem Produkt oder Ihrer Leistung suchen
Performance MaxSuche, YouTube, Displaynetzwerk, Discover, Gmail, MapsSkalierung über das gesamte Google-Inventar, sobald genug Conversion-Daten vorliegen
ShoppingShopping-Tab und Produktanzeigen in der SucheOnlineshops mit Produktfeed
Demand GenYouTube, Discover, GmailNachfrage bei Menschen wecken, die noch nicht suchen
VideoYouTubeBekanntheit und Erwägung

Für die meisten Unternehmen sind Suchkampagnen der beste Einstieg, denn die Absicht ist klar und die Ergebnisse sind leicht messbar. Performance Max spielt seine Stärken meist erst aus, wenn das Konto genügend Conversions gesammelt hat. Onlineshops erreichen mit Shopping-Kampagnen Käufer direkt über Produktkarten.

4. Keywords recherchieren und gliedern

Beginnen Sie mit den Begriffen, die Ihre Kunden tatsächlich eingeben. Der Keyword-Planer gibt einen Eindruck von Suchhäufigkeit und Wettbewerb. Gliedern Sie die Keywords danach thematisch in kleine Anzeigengruppen, sodass jede Gruppe genau eine Suchabsicht bedient. Das Vorgehen aus unserer Keyword-Strategie gilt auch für bezahlte Suche.

  • Weitgehend passend: erreicht auch verwandte Suchanfragen und entfaltet mit Smart Bidding die beste Wirkung.

  • Passende Wortgruppe: zeigt die Anzeige bei Suchanfragen, die die Bedeutung des Keywords enthalten.

  • Genau passend: beschränkt die Anzeige auf Suchanfragen mit derselben Bedeutung und bietet die meiste Kontrolle.

Ausschließende Keywords sind ebenso wichtig. Schließen Sie zum Beispiel Begriffe wie „Job“, „kostenlos“ oder „Anleitung“ aus, wenn sie keine Kaufabsicht zeigen.

5. Anzeigen texten

Responsive Suchanzeigen erlauben bis zu 15 Anzeigentitel und 4 Textzeilen, die Google für jede Suchanfrage neu kombiniert. Verwenden Sie in den Anzeigentiteln das Keyword, Ihren wichtigsten Vorteil und eine klare Handlungsaufforderung. Darüber hinaus vergrößern Assets wie Sitelinks, Zusatzinformationen und Anrufe die Anzeige und liefern weitere Gründe für einen Klick.

6. Gebotsstrategie wählen

Liegen noch keine Conversion-Daten vor, sammelt eine klickorientierte Strategie die ersten Ergebnisse am schnellsten. Sobald Conversions eingehen, wechseln Sie zu „Conversions maximieren“ und später zu Ziel-CPA oder Ziel-ROAS. Geben Sie dem System nach jeder Änderung der Gebotsstrategie einige Tage Lernzeit und vermeiden Sie in dieser Phase häufige Eingriffe.

7. Standorte und Sprachen festlegen

Richten Sie die Kampagne auf die Regionen aus, die Sie tatsächlich bedienen. Wählen Sie bei den Standortoptionen Personen, die sich in den ausgewählten Regionen befinden oder regelmäßig dort aufhalten. So erreicht das Budget keine Nutzer, die sich nur für die Region interessieren. Wenn Sie in Deutschland, Österreich und der Schweiz werben, lohnt sich eine eigene Kampagne je Land.

Nach dem Start: messen und optimieren

Wer Google Ads schalten will, sollte den Start als Anfang verstehen. In den ersten Wochen prüfen wir regelmäßig diese Berichte:

  • Suchbegriffbericht: zeigt, bei welchen Suchanfragen Ihre Anzeigen tatsächlich erschienen sind. Unpassende Begriffe kommen auf die Ausschlussliste, starke Begriffe werden zu Keywords.

  • Komponenten des Qualitätsfaktors: Prüfen Sie, ob erwartete Klickrate, Anzeigenrelevanz oder Nutzererfahrung mit der Landingpage bremst, und setzen Sie dort an.

  • Landingpage-Tests: Mehr Conversions aus demselben Traffic holen Sie vor allem über eine bessere Seite. Testen Sie Überschriften, Formulare und Angebote mit A/B-Tests.

  • Geräte und Tageszeiten: Sehen Sie nach, wann und auf welchem Gerät Conversions entstehen, und passen Sie die Gebote bei deutlichen Unterschieden an.

Häufige Fehler bei Google Ads

  • Start ohne Tracking: Sie erfahren nie, welche Keywords oder Anzeigen wirken.

  • Eine Anzeigengruppe für alles: Die Anzeige passt zu keiner Suche richtig, der Qualitätsfaktor sinkt.

  • Alle Klicks auf die Startseite: Nutzer müssen erneut suchen, um das Gewünschte zu finden.

  • Keine ausschließenden Keywords: Das Budget fließt in Suchanfragen ohne Kaufabsicht.

  • Tägliche Änderungen: Smart Bidding beginnt immer wieder mit dem Lernen, die Ergebnisse schwanken.

Online-Werbung über Google hinaus

Google ist der größte Kanal für Suchen mit klarer Absicht. Ein durchdachter Plan für Online-Werbung stützt sich trotzdem selten auf nur eine Plattform. Microsoft Advertising (Bing) erreicht in der DACH-Region eine eigene, oft am Desktop arbeitende Zielgruppe. Um Nachfrage zu wecken, bevor jemand sucht, kommen YouTube, Demand Gen und Social Ads ins Spiel. Wie diese Kanäle zusammenwirken, erklären wir auf unserer Seite zur Suchmaschinenwerbung.

Häufige Fragen

Brauche ich eine Website, um Google Ads zu schalten?

Die meisten Kampagnentypen setzen eine Landingpage voraus. Ohne Website können Sie mit einem Google-Unternehmensprofil in der lokalen Suche sichtbar werden. Für die Messung von Conversions und einen guten Qualitätsfaktor brauchen Sie jedoch eine schnelle, klare Landingpage.

Wie schnell gehen Google-Anzeigen online?

Google prüft jede Anzeige vor der Auslieferung anhand der Werberichtlinien. Die meisten Prüfungen sind innerhalb eines Werktags abgeschlossen; in einigen Branchen verlangt Google eine zusätzliche Bestätigung.

Google Ads selbst betreuen oder mit einer Agentur?

Ein kleines Unternehmen mit einem Produkt kann zunächst selbst starten. Sobald Messung, mehrere Kampagnentypen und laufende Tests hinzukommen, macht spezialisierte Unterstützung einen deutlichen Unterschied. Unsere Google Ads Betreuung umfasst Tracking, Kontostruktur und wöchentliche Optimierung. Sprechen Sie uns an, wenn wir Ihr Konto gemeinsam prüfen sollen.

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